Allesschneider für Linkshänder – gibt’s das?

Die Antwortet lautet: jein. Es gibt Allesschneider mit einer linksseitigen Schneidgutführung – ja. Sind diese tatsächlich nur für Linkshänder – nein! Wieso auch? Allesschneider mit rechtsseitiger Schneidgutführung sind ja auch nicht nur für Rechtshänder. Es gilt also folgendes: egal welche Schneidgutführung, ob nun linksseitig oder rechtsseitig, der Allesschneider hat, er darf von Links- und Rechtshändern gleich verwendet werden. Aber wozu gibt es dann die beiden unterschiedlichen Schneidgutführungen? Die Erklärung ist relativ einfach sowie simpel: es ist reine Gewohnheitssache. Wobei es aber natürlich speziell für Linkshänder schon von Vorteil ist, die generelle Gewohnheit beizubehalten. Die Einen schieben das Schneidgut lieber mit der linken Hand zum Messer, die Anderen mit der rechten Hand. In der Funktion unterscheiden sich die Allesschneider nicht, denn alle sind dafür konzipiert Lebensmittel zu schneiden. Oft ist es aber auch einfach so, dass in manche Küchen eine „Linkshändermaschine“ besser passt als eine „Rechtshändermaschine“.
 


Bei den Einbau-Allesschneidern mit linksseitiger Schneidgutführung hingegen handelt es sich um Planungsalternativen zur rechtsseitigen Variante. Diese zu verwenden ist dann sinnvoll, wenn die rechtsseitige Variante aus platztechnischen Gründen nicht in die Küche integriert werden kann, z.B. wenn der Einbau-Allesschneider neben einem Hochschrank oder einem Arbeitsplattenwinkel montiert werden soll. Weitere Informationen zu den Schneidgutführungen unserer Einbau-Allesschneider finden Sie unter unseren Einbauhinweisen.

          

Zurückzuführen ist die linksseitige Führung des Schneidguts unter anderem auch auf die Geräte, die mit einer Kurbel manuell betätigt wurden bzw. inzwischen auch wieder damit betätigt werden. Die erste ritter-Brotschneidemaschine betrieben mit Handkurbel wurde 1932 von unserem Gründer Franz Ritter ins Leben gerufen: die B 50. Schon damals wurde das Schneidgut auf der linken Seite zum Messer geführt und mit der rechten Hand wurde die Kurbel betätigt, um das Messer „in Gang zu setzen“. Tatsächlich wurde damals die Kurbel auf die rechte Seite gesetzt, weil das Kurbeln mehr Aufmerksamkeit und Kraft erfordert als das Schieben des Schneidguts. Damals angelehnt an die Theorie, dass es mehr Rechtshänder als Linkshänder gibt, wurde diese Anordnung gewählt. Selbst in Folge der Elektrifizierung wurde diese Handhabung beibehalten und ritter stellte 1968 den ersten elektrischen Allesschneider vor. Ein Großteil der elektrischen Allesschneider von ritter wurde bis in die 90er Jahre hinein als linksgeführte Variante angeboten. Erst dann wurden auch Geräte mit einer rechtsseitigen Schneidgutführung mit ins Sortiment gebracht.